Alexandra K.:
Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren

Definition:

Grundkräfte + Mittel = Produktionsfaktoren

Die Grundkräfte und Mittel sind Produktionsfaktoren, durch die Wirtschaftsgüter (Waren) in einem Betrieb hergestellt werden.

Die  Produktionsfaktoren bestehen aus den Elementarfaktoren und dem Dispositiven Faktor.

Bei der Leistungserstellung (Produktion) wird zwischen diesen beiden Faktoren unterschieden.



ELEMENTARFAKTOREN

Wir wissen das es bei der Volkswirtschaftslehre die Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Natur gibt. Bei der Betriebswirtschaftslehre ist das so ähnlich. Es gibt die vier verschiedene Elementarfaktoren:

1. Arbeitsleistung
Die BWL versteht darunter hauptsächlich die körperliche Arbeit.
Beispiel: Ein Arbeiter fertigt mittels Maschine und Werkstoff eine Ware.

(Die geistige Arbeit wird dem Dispositiven Faktor zugeordnet, aber darauf komme ich zurück, wenn wir beim Thema sind.)

2. Betriebsmittel
Betriebsmittel sind alle Anlagen und Einrichtungen als technische Voraussetzung zur Produktion. z. B.


3. Werkstoffe und Waren
Dies sind Materialien (Güter), die verarbeitet oder unverarbeitet im Produkt vorkommen. Beispiel: Möbelfabrik

4. Rechte
Darunter versteht man  insbesondere Konzessionen ( die Erlaubnis ein Gewerbe auszuführen). Sowie Schutz- und Nutzungsrechte. Das sind z. B.: DISPOSITIVER FAKTOR  (Entscheidungsträger)

Der Dispositive Faktor ist die Kombination der vier Elementarfaktoren zur Leistungserstellung.

Hier ist hauptsächlich die geistige Arbeit gemeint. Es werden Leitungsfunktionen ausgeübt ( z. B. Zielsetzung, Planung, Organisation, Kontrolle, Rechenschaftslegung, Repräsentation)

Kombination und Substitution (Austausch) von Produktionsfaktoren

Kombination:
Heutzutage werden alle Produktionsfaktoren eng miteinander verbunden, um sich so ökonomisch (wirtschaftlich = sparsam) wie möglich gegenseitig zu ergänzen.
Jeder Betrieb hat, je nachdem was er herstellt, eine andere Kombination der Wirtschaftsgüter.

Substitution:
Die Substitution ist der Austausch teurer Produktionsfaktoren durch billige oder umgekehrt. (Z. B. wird häufig Arbeit durch Kapital ersetzt.)

Alle Wirtschaftsunternehmen stehen auf dem Markt in einem Konkurrenzkampf, d. h., sie müssen alle Produktionskosten so gering wie möglich halten, damit ein Produkt hergestellt wird, es am Ende günstig angeboten werden kann und trotzdem noch Gewinn erzielt, bzw. die Kosten deckt.

Besonders muss auf die Kombination der ersten beiden Elementarfaktoren geachtet werden. (Arbeitsleistung und Betriebsmittel):

Beispiel: Straßenbau Deutschland:
Die Arbeitskräfte sind sehr teuer, also lohnt sich die Anschaffung von Maschinen.

Straßenbau Entwicklungsländer:
Es gibt viele billige Arbeitskräfte, also sollte man sich den Einsatz von Maschinen gut überlegen.

Kombination der Produktionsfaktoren nach dem Ökonomischen Prinzip

Nach dem ökonomischen Prinzip ist die Kombination der Produktionsfaktoren so zu wählen, dass der Aufwand (Kosten) in einem möglichst günstigen Verhältnis zum Ertrag (Gewinn) steht!