HERBST


Ein Gedicht für zwei Menschen - von Horst für Jutta

aufgeschrieben in der Völkershäuser Laube am 13. August 2018


Längst verflogen: jugendlicher, frühlingshafter Übermut;

Auch vorbei des heißen Sommers Hitzeglut.

Des Menschen wildes Streben ist vergangen,

An großen Plänen nicht mehr angehangen.


In der Gartenlaube im Lehnstuhl er jetzt ruht –

Oh, wie tut das seiner Seele gut!

Das Gemüt herbstlich ruhig und wohlgesittet.

Ist da noch was, woran er denkt, worum er bittet?


Lächeln umspielt seinen Mund in jener Laube.

Ist es Wünschen, Hoffen, Sehnen, Glaube?

Kann es sein, dass in des Herbstes Kühle

`nen jungen Spross in mir ich ranken fühle?


Sitzt immerdar der Mensch in seiner Laube ganz allein?

Gewiss wär’s ungleich schöner dort zu zwein!

Strahlend hell tritt jetzt des Glückes Göttin auf –

Ändert, verbessert, justiert neu des Schicksals Lauf!


Sieh‘ nur, wie nun zwei Menschen da

Sitzen glücklich in der Laube – ein Paar.

Genießen des Goldenen Oktobers Glanz,

Zwei Seelen, vereint in ruhigem Tanz.


Wie herrlich kann das Leben sein,

Wenn man gemeinsam ist und nicht allein!

Drum lass des Herbstes Erntefest uns wohl genießen,

Bevor wir einst die Augen schließen.


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